ADS / ADHS

Diese Kürzel stehen für das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, das H kennzeichnet die Hyperaktivität. Begründet ist diese Störung in einer Fehlfunktion des Neurotransmittersystems.

  • Diese bewirkt Auffälligkeiten in der Wahrnehmung und dem Aufmerksamkeitsvermögen, der Motorik und dem Sozialverhalten.
  • ADS- Betroffene und ihre Familien sind häufig trotz umfangreicher Aufklärung durch die Medien immer noch stigmatisiert.
  • Die Symptomatik ist bei jedem Betroffenen individuell ausgeprägt. Gehäuft treten weitere Erkrankungen im Zusammenhang mit ADHS (assoziierte Störungen) auf: Im Kindesalter z. B. Lese-Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche und Tic-Störungen; im Erwachsenenalter z. B. Ängste, Depressionen, Suchtverhalten.
  • Entgegen landläufiger Meinung wächst sich ein ADS / ADHS nicht aus. Die Betroffenen entwickeln meist Kompensationsstrategien um die störenden Faktoren zu umgehen. Dabei bleiben sie häufig weit hinter ihren Möglichkeiten und können ihr Potential nicht entfalten. Mit Hilfe von speziell für diese Störungen entwickelten Trainingsprogrammen kann jedoch die Entwicklung in Schule und Beruf positiv beeinfusst werden.
  • Nicht zwangsläufig müssen Zappelphilippe und Träumer medikamentös behandelt werden. Ob diese Behandlung nötig und angezeigt ist, muss von einem Facharzt entschieden und verordnet werden.

Wichtig für Sie: aus Erfahrung stehe ich auch den Möglichkeiten einer Behandlung mit Medikamenten offen gegenüber. Eine therapeutische Begleitung ist aber auf jeden Fall unerlässlich. Stets hilfreich sind psychoedukative Maßnahmen in Kombination mit Trainingsprogrammen zur Stärkung des Selbstwertgefühls.